Verstärkung gesucht - studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft
Für die Koordination der DFG-Forschungsgruppe AdaptInfra suchen wir eine studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft.
Alle Informationen zu der Stelle findet ihr hier!
Bei Interesse meldet Euch bei Teresa Westhues (teresa.westhuesuni-greifswaldde)
Vortragsreihe "Infrastrukturen für lebenswerte ländliche Regionen"
Nächster Vortrag:
Dienstag, 17. November 2026 · 18.00 Uhr
» Wandel der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen: Trends, Probleme und Lösungsansätze
Dr. Patrick Küpper (Braunschweig)
Veranstaltungsort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14
Die Schule schließt, den Laden gibt es längst nicht mehr, die Ärztin nimmt keine Patienten mehr auf und die Abwassergebühren steigen jährlich. So kann der Wandel der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen aussehen. Gleichzeitig entstehen neue Angebote, wie mobiles Internet, E-Ladestationen oder Tagespflege für Senioren. Gerade ländliche Regionen, deren Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft schrumpfen, stehen vor großen Herausforderungen, die Daseinsvorsorge zu sichern. Hier werden neue Lösungen erprobt, wie mobile Angebote, Digitalisierung und bürgerschaftliches Engagement. Der Beitrag stellt Monitoringergebnisse sowie Erfahrungen aus Modellvorhaben vor.
Patrick Küpper studierte von 2001 bis 2006 Angewandte Geographie mit den Nebenfächern VWL und Politikwissenschaft an der Universität Trier. Anschließend arbeitete er als Doktorand am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und promovierte 2010 an der Technischen Universität Dresden. Seit 2009 ist Patrick Küpper Projektleiter am Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und beschäftigt sich mit räumlichen Ungleichheiten, Daseinsvorsorge und regionalen Entwicklungsinitiativen. Im Jahr 2011 war er abgeordnet ans Bundeslandwirtschaftsministerium im Referat „Entwicklung ländlicher Räume“.
Vortragsreihe "Infrastrukturen für lebenswerte ländliche Regionen"
Am 27.10. wurde die Vortragsreihe „Infrastrukturen für lebenswerte ländliche Regionen: verstehen, erhalten, gestalten“ durch Professor Dr. Volker Beckmann (Universität Greifswald, Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie) eröffnet.
Ländlich-periphere Regionen stehen vor der Herausforderung, Infrastrukturen der Daseinsvorsorge an tiefgreifende gesellschaftliche, wirtschaftliche und räumliche Veränderungen anzupassen. Der Vortrag beleuchtet zentrale Probleme und Forschungsbedarfe und fragt, wie Anpassungsfähigkeit von Infrastruktursystemen verstanden und gestaltet werden kann. Vorgestellt wird der Ansatz der DFG-Forschungsgruppe AdaptInfra, die Anpassungsprozesse aus einer systemischen und soziotechnischen Perspektive untersucht. Im Fokus stehen dabei Wechselwirkungen zwischen den technischen, institutionellen und Akteursdimensionen von Infrastrukturen und ihren räumlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Volker Beckmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie an der Universität Greifswald. Seine Forschung konzentriert sich auf die Ökonomie nachhaltiger Landnutzung, insbesondere auf die Bewertung und Steuerung von Landnutzungsänderungen sowie deren Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und Sprecher der DFG-Forschungsgruppe AdaptInfra.
Offizieller Auftakt der DFG Forschungsgruppe „AdaptInfra - Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen“

Zum offiziellen Projektauftakt kamen die Verbundpartner*innen am 08. und 09. Oktober 2026 zu einem Kick-off an der Universität Greifswald zusammen. Bei der Veranstaltung wurden die zehn neuen Promovierenden und ein Postdoc von den leitenden Wissenschaftler*innen des Projekts, Kooperationspartnern und Vertreter*innen der unterstützenden Organisationen der Universität willkommen geheißen.
In einer Projektlaufzeit von vier Jahren untersucht AdaptInfra, wie sich Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen an veränderte gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische und ökologische Bedingungen anpassen.
Die interdisziplinäre Forschungsgruppe AdaptInfra bringt Expert*innen aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Jura, Psychologie, Medizin, Geographie, Theologie und Politikwissenschaften zusammen und verbindet damit alle Fakultäten der Universität Greifswald. Zusätzlich beteiligen sich die Universitätsmedizin Greifswald, die Universitätsmedizin Rostock, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau und das Institut für Dauerhafte Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE e.V.) an dem Projekt.





